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Praxis am Denkmal
Dr.med. Claudia Krite-Anthes und Oliver Kubel
Terminvereinbarung unter 05045-8308

Information zu Zeckenstichen

Zecken sind vor allem in der wärmeren Jahreszeit aktiv, sie stechen ab März. Dabei enthalten einige Zecken Krankheitskeime, die sie mit dem Stich übertragen können: Borrelien und Viren, die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME, eine Hirnhautentündung) auslösen können. Zecken, die die Borreliose-Erreger in sich tragen, kommen überall vor. Für die FSME gibt es Risikogebiete. Außerhalb Deutschlands sind die Hauptverbreitungsgebiete der FSME Ost- und Mitteleuropa, vor allem bestimmte Gebiete in Österreich, Polen, Ungarn, dem ehemaligen Jugoslawien, der Slowakei und Tschechien, der ehemaligen Sowjetunion, besonders Lettland sowie Skandinavien. Eine Infektion mit Borrellien lässt sich mit Antibiotika therapieren. Die Viruserkrankung FSME kann nur durch eine Impfung verhindert werden.

Die Zecken finden sich am Boden oder im Gestrüpp bis rund ein Meter Höhe und krabbeln Erwachsenen an den Beinen hoch, so dass die Lokalisation häufig an den tiefer liegenden Körperteilen erfolgt. Kinder hingegen können Zecken leichter auch in Kopfhöhe haben. Die vorsorgliche Gabe von Antibiotika nach einem Zeckenstich ohne gleichzeitige Symptome einer Borrelieninfektion hat sich bisher als nicht sinnvoll erwiesen. Die Erkrankung kann auch in jedem Stadium der Erkrankung spontan ausheilen.

Vorgehen nach Zeckenstich:
  • Zecke so schnell wie möglich entfernen. Die Borrelien werden erst nach Stunden abgegeben.
  • Entfernung mit Pinzette, einer sogenannten "Zeckenkarte" oder einer speziellen Zeckenzange. Zecke ganz nah an der Haut greifen und vorsichtig nach hinten heraus ziehen. Keine Drehbewegung, um ein Abreißen des Kopfes zu vermeiden.
  • Desinfektion der Einstichstelle nach Entfernung, um Entzündungen zu vermeiden. Wenn Teile des Tieres in der Haut verblieben sind kontaktieren Sie uns bitte.
  • Vermeidung einer Quetschung der Zeckenkörpers.
  • Vermeidung von alten Hausmitteln wie Öl oder Klebstoff, um eine vermehrte Abgabe der Erreger an den Menschen zu verhindern.
Vorbeugung:
  • Vermeidung von Unterholz und hohem Gras. Geschlossene Kleidung und festes Schuhwerk bieten einen gewissen Schutz. Hosenbeine in die Socken stecken.
  • Insektenschutzmittel auf ungeschützte Haut auftragen.
  • Selbstkontrolle: Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich selbst auf Zecken untersuchen.
  • Bei Reisen in FSME-Risikogebiete: Impfung.
Vorstellung in unserer Praxis bei:
  • Rötung der Stichstelle
  • um die Stichstelle auftretendem, sich ausbreitendem roten Fleck, der in der Mitte blasser ist
  • grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Lymphknotenschwellungen
  • Fieber
Zeckenuntersuchung:

Gewissheit verschafft die Untersuchung der Zecke auf Borrelien im Labor, wobei die Untersuchung von lebenden Zecken finanziell deutlich günstiger als von toten Zecken ist. Die lebende Zecke sollte in ein Gefäß mit ein paar Grashalmen gelegt werden. Eine tote Zecke kann in 0,9% ige Kochsalzlösung eingelegt werden. Die Zecke sollte sofort verschickt werden. Die Kosten der Untersuchung der Zecke selbst werden sehr selten von den Krankenkassen getragen.

Information zu Zeckenstichen

Praxis am Denkmal
Schusterhöfe 2
31832 Springe / Bennigsen
Telefon: 05045-8308
Fax: 05045-7564

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  Letzte Aktualisierung: 04.09.2011 | Aktuelle Änderungen | Sitemap | Impressum | Datenschutzerklärung